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Katastrophenschutztag am Bildungszentrum: Lernen fürs Leben – spannend und praxisnah

Der Katastrophenschutztag am 20.05. war für unsere Schülerinnen und Schüler alles andere als eine Katastrophe – im Gegenteil: Er erwies sich als abwechslungsreicher, spannender und lehrreicher Vormittag auf dem Schulhof. Die Kinder nahmen zahlreiche neue Eindrücke mit und konnten hautnah erleben, wie Katastrophenschutz in der Praxis funktioniert. Besonders große Augen gab es bei vielen, als sie zum ersten Mal eine Drohnenstaffel kennenlernen durften.

An dem Aktionstag nahmen alle sechsten Klassen der drei weiterführenden Schulen in Pfinztal teil: der Geschwister-Scholl Realschule Pfinztal (GSR), des Ludwig-Marum-Gymnasiums (LMG) und der Schlossgartenschule. In halben Klassen durchliefen die Schülerinnen und Schüler sechs spannende Stationen, die jeweils etwa 20 Minuten dauerten. Im Mittelpunkt stand dabei das eigene Ausprobieren: Katastrophenschutz zum Anfassen.

Sechs Stationen – viele Einblicke

Die DLRG Durlach brachte ein Schlauchboot, eine Trage sowie einen Flaschenzug mit. Die Kinder durften nicht nur im Boot Platz nehmen, sondern auch aktiv mitarbeiten: Material wurde per Flaschenzug transportiert und sogar ein „Verletzter“ auf der Trage befördert.

Beim ASB Karlsruhe wurde Erste Hilfe greifbar: Die stabile Seitenlage konnte hier praktisch geübt werden. An einer weiteren Station stellte die Drohnenstaffel des ASB ihren Einsatzbereich vor und erklärte wichtige Regeln im Luftraum sowie Nutzungsmöglichkeiten in Notfallsituationen.

Ein besonderes Highlight war der Unimog des ASB Karlsruhe. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie Verletzte aus schwer zugänglichem Gelände oder Hochwassergebieten evakuiert werden können. Passend dazu mussten sie nach einer simulierten Hochwasserwarnung innerhalb von zehn Minuten einen Notfallrucksack packen. Anschließend wurde gemeinsam besprochen, welche Gegenstände sinnvoll sind und welche eher nicht.

Die Feuerwehr Berghausen informierte über den Katastrophenschutz in Pfinztal und gab wichtige Tipps zur persönlichen Vorbereitung, etwa zur Vorratshaltung und zum Verhalten in verschiedenen Krisensituationen. An der letzten Station konnten die Kinder ein Feuerwehrfahrzeug aus nächster Nähe erkunden: von Beleuchtung und Pumpen bis hin zum Umgang mit ABC-Gefahren. Eine besondere Überraschung war dabei unser Hausmeister Herr Gremmelmaier, der hier seine zweite Rolle als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zeigte.

Engagement, das begeistert

Die überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zeigten großen Einsatz: Zwölf Durchgänge hintereinander im 20-Minuten-Takt verlangten ihnen einiges ab. Umso erfreulicher war das positive Feedback: Die Einsatzkräfte waren begeistert vom Interesse, den vielen Fragen und der aktiven Mitarbeit unserer Schülerinnen und Schüler und haben ihre Teilnahme für das kommende Jahr bereits zugesagt.

Ein fester Bestandteil im Schuljahr

Organisiert wurde der Tag von Barbara Fuchs in ihrer Funktion als geschäftsführende Schulleiterin von Pfinztal. Der Katastrophenschutztag ist inzwischen eine verpflichtende Veranstaltung an allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg. Er richtet sich an die 6. Klassen und findet einmal pro Schuljahr statt. Ziel ist es, Kinder altersgerecht für Krisensituationen zu sensibilisieren und ihnen wichtige Handlungskompetenzen zu vermitteln. Dabei arbeiten die Schulen eng mit lokalen Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, ASB oder THW zusammen. Der Aktionstag ergänzt die regulär vorgeschriebenen Brandschutzübungen.

Fazit

Der Katastrophenschutztag war ein voller Erfolg: praxisnah, abwechslungsreich und nachhaltig beeindruckend. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten wichtige Erfahrungen sammeln, die im Ernstfall von großer Bedeutung sein können, … und hatten dabei sogar jede Menge Spaß. (Text: Danielle Ress | Fotos: Barbara Fuchs)

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